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Lehraussagen & Hinweise für Ausbilder zu «SARS-COV-2»

Hier ein Auszug zum Thema "ÜBERTRAGUNGSWEG" aus "Lehraussagen & Hinweise für Ausbilder zu «SARS-COV-2»" der Leitung Medizin des DLRG Landesverband Baden mit Stand 23.05.2020:

 

03-ÜBERTRAGUNGSWEG

Aerosol& Tröpfcheninfektion

Hauptinfektions weg ist über Tröpfcheninfektion aufgrund von alltäglicher Aerosolbildung beim Sprechen, Husten, Niesen, selbst Atmen. In geschlossenen Räumen „stehen“ diese Aerosolwolken teilweise bis zu 20 Minuten lang „vor dem Ausatmenden in der Luft“ und sind aufgrund ihrer geringen Durchmesser (und der daher gegebenen Leichtigkeit und Beständigkeit im Schwebezustand) bestens geeignet, tief in die Atemwege der anzusteckenden Person neben einem oder gegenüber eines infektiösen Patienten zu gelangen.

Wie in vielen Bereichen der Medizin ist ein mehr oder minder „bewiesener“ Grenzwertfestgelegt worden, bei dem es sich im Falle von Aerosolen bzw. Tröpfchen um eine Größe von 5μmhandelt. Ab diesem Durchmesser „fallen“ ausgeatmete Tropfen/Tröpfchen eher zu Boden, denn als Aerosol in der Luft zu schweben.

Hierbei gibt es folgende Einflüsseauf die Infektiösität von Coronaviren:

Größere Tröpfchen

  • fallen schneller zu Boden, bleiben also nicht als Aerosol „in der Luft stehen“ wie oben beschrieben;
  • enthalten potentiell viel Virus, das sich durch die Größe der Flüssigkeit lange feucht und infektiös halten kann;
  • können eher auch Schleimbeimengungen aus den oberen Atemwegen enthalten, die beständiger gegenüber Austrocknung sind und nun noch besser infektiöses Virus konservieren können;
  • fasst man auf noch nicht abgetrocknete Stellen

Kleinere Tröpfchen

  • bleiben (siehe oben) eher als Aerosol „in der Luft schweben“, wodurch die Viren auch durch „vorbeigehende“ Passanten eingeatmet werden könnten;
  • trocknen aufgrund des geringen Volumens und der dadurch größeren Oberfläche auch schneller aus, wodurch das Virusaustrocknet und am ehesten nicht mehr infektiös wird;
  • werden bei Luftzug / Bewegung verteilt und dadurch weiträumiger verstreut aber auch zerkleinert und trocknen dadurch schneller ab. Es entsteht zwar ein größerer Bereich mit Viruspartikeln, diese verdünnen sich jedoch mit zunehmendem Abstand von der Quelle und es ist in Kombination mit der Austrocknung unklar, wie lange wie viel Partikel als infektiöse Dosis gelten.

Jedwede Barriere vor dem Mund(des Ausatmenden wie auch des Einatmenden) hält jeweils Teile der Luftinhalte zurück. Beim Ausatmen sind das die groben Tröpfchen bis zur Grenze der Poren der Barriere (Schal, Alltagsmundschutz, OP-Mundschutz, Filtrierende Halbmaske, Vollgesichtsmaske...).Der potentiell erkrankte Ausatmende hält somit viele der Hauptursachen (große Tröpfchen) für eine wirksame Übertragung zurück. Durch Nebenluft an den nicht abdichtenden Stellen ist dieser Ausatemschutz nie 100%ig.

Der Einatmende filtert seine Einatemluft so gut es die Poren der Barriere und die Nebenluft-Undichtigkeiten seiner Barriere ermöglichen. Selbst FFP2-Masken haben eine Undichtigkeit von bis zu 8% der Einatemluft– und das nur bei absolut korrektem Sitz der Maske!

Jede Maßnahme, die die Keimzahl beim Aus-und/oder Einatmen verringert(Masken/Barrieren...), kombiniert mit Abstandsregeln bei Kontakten und dem häufigen Händewaschen mit Seife sind der beste Schutz für absolut notwendige Kontakte. Es kommt auf die Kombination der Maßnahmen an! Eine Zuschreibung von definitiven Prozentzahlen der Schutzqualität für Einzelmaßnahmen ist nicht möglich–somit auch nicht für deren Kombination.

 

Schmierinfektion= Kontaktinfektion

Viruskonzentrationen sind zu Beginn der Infektion (auch noch vor Symptombeginn) in Sekreten der oberen Atemwege besonders hoch. Werden diese bei feuchter Aussprache bzw. über (Nasen-oderinsbesondere) Hustensekrete verteilt und trocknen diese Reservoire nicht schnell genug aus, ist eine Kontaktinfektion möglich. Auch benutzte Taschentücher sind ein gutes Reservoir für Coronaviren.

Die Wichtigkeit des Händewaschens kann nicht oft genug betont werden!

Auch in der zweiten Phase der Infektion, wenn sich das Virus aus den oberen Atemwegen bzw. dem Hals-Rachen-Raum in die Lunge verlagert hat, sind hohe Konzentrationen von Viruspartikeln und damit eine beständig hohe Infektiosität ggf. ohne noch merkliche Husten-Symptome gegeben! Eine Nachlässigkeit in der Händewaschhygiene wäre hier fatal!

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